Flugzeugwracks in den Lefka Ori

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Disno1899
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Flugzeugwracks in den Lefka Ori

Beitrag von Disno1899 »

Hallo liebe User dieses Forums,

ich freue mich, von nun an dabei zu sein!

Der Flugunfall der beiden belgischen Mirages im September 1973 im Potamos-Tal übt eine große Faszination auf mich aus. Während die Überreste der Maschine BA32 von Pilot Jo Van Avermaet gut sichtbar im Tal liegen, sollen auf dem Kaloros noch Triebwerksteile der BA38 von Pilot Jacques Chaput liegen. Dies konnte ich noch nicht verifizieren.

Darüber hinaus verunglückte im Februar 1975 eine Transall C-160 der Luftwaffe beim Instrumentenanfluges auf den Flughafen Chania (damals Souda). Die Maschine kollidierte mit dem Malotíra, westlich der Volikas-Schutzhütte. Alle 42 Insassen kamen dabei ums Leben. Die Bundeswehr hat danach gründlich aufgeräumt, so dass außer ein paar Bolzen keine Überreste mehr herumliegen sollten. Hier gibt es zwei Berichte über das Unglück:

http://www.haniotika-nea.gr/tragodia-sta-lefka-ori/
https://magazin.spiegel.de/EpubDelivery ... f/41558980

Jetzt meine Frage: Irgendwo las ich, dass bei Anopoli ein wesentlich älteres österreichisches (?) Flugzeugwrack liegen soll. Ich finde den Link leider nicht mehr, meine mich aber zu erinnern, dass dies in einem der oberen Ausläufer der Aradaina- oder der Ilingas-Schlucht der Fall sein soll. Weiß da jemand etwas dazu? Ist einem von Euch in diesem Gebiet schonmal etwas aufgefallen? Falls dem so ist (und irgendjemand hat es ja mal behauptet, ich bilde mir das ja nicht ein), würde ich diesem Geheimnis gerne bei meinem nächsten Aufenthalt in Anopoli auf den Grund gehen.

Herzlichen Dank für die Hilfe!

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admin
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Re: Flugzeugwracks in den Lefka Ori

Beitrag von admin »

Hallo Disno,

auf dem Kaloros liegen viele Teile herum, und auch in den Mitatos in der Umgebung sind solche Teile verbaut. Ich habe erst letztens Fotos von Wrackteilen gesehen. Ich kann dir den Link schicken - die Fotos wurden auf Facebook eingestellt.

Vielen Dank für die zusätzlichen Infos zu der Luftwaffen-Maschine, die du verlinkt hast - das ist mir zum Teil neu. Diese kleine "Plakette" zum Gedenken würde ich mir gerne einmal anschauen, weiß aber nicht, wo die sich befindet.

Von einem österreichischen Flugzeugwrack bei Anopolis weiß ich nichts....

Viele Grüße
Simon

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Disno1899
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Re: Flugzeugwracks in den Lefka Ori

Beitrag von Disno1899 »

Lieber Simon,

herzlichen Dank für Deine Antwort. Ich habe mich nochmals hingesetzt und den entsprechenden Link, in dem auf ein Flugzeugwrack bei Anopoli hingewiesen wird, sogar gefunden! Es handelt sich ebenfalls um einen Artikel von Adonis Plimakis in der "Chaniótika Néa":

Flugunfälle in den Weißen Bergen: auf Griechisch / auf Deutsch

Dort steht, dass "am Mávra Gremná, neben Páno Kroúsia, am steilen Abhang, von dem Punkt an, an dem die Aradena-Schlucht beginnt", sich noch Flugzeugtrümmer befänden. Der Autor meint, dass es sich um ein österreichisches (!) Flugzeug aus dem Jahr 1938 (!!) handeln würde. Das kann ich fast nicht glauben. Der Beschreibung nach hört es sich für mich so an, als ob es "hinter" der Drakolaki-Höhle (von Kroúsia aus gesehen) liegen müsste.

Darüber hinaus schreibt der Autor, dass in den 1950er Jahren am Osthang des Kleinen (?) Spathí bei Goúrnes auf ca. 1.300m Höhe ein US-amerikanisches Transportflugzeug abgestürzt sei. Diesen Absturz kann ich aus einer Internet-Recherche heraus nicht bestätigen. Wohl aber gibt es einen Nachweis (Link) über den Absturz einer Grumman C-1A Trader (ebenfalls ein Transportflugzeug) im Jahr 1968. In der Beschreibung zu diesem Unglück steht, dass das Flugzeug nach dem Start aus Souda "im Steigflug an einem Berghang südlich der Stadt Chania" zerschellt sei. Das Wrack sei in einer Höhe "von 2.048m gefunden worden", was exakt die Gipfelhöhe des Spathí wäre. Insofern könnte es sich hierbei um ein und denselben Absturz handeln, der sowohl von der Website (Höhenangabe des Gipfels anstatt der Absturzstelle) als auch von Herrn Plimakis (im Jahrzehnt geirrt) ungenau wiedergegeben worden ist.

Wie dem auch sei; es handelt sich bei den Lefká Ori also um ein hochgefährliches und tragödienreiches Fluggebiet. Aber das konnte man sich auch vorher denken. Jedenfalls weckt das Ganze den Hobbyarchäologen in mir.

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admin
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Re: Flugzeugwracks in den Lefka Ori

Beitrag von admin »

Hallo Disno,

danke für deine Informationen.
Wenn man Informationen über Anopolis bekommen würde, dann hätte ich eine Idee. Ich schreibe jemanden an, der sich dort historisch gut auskennt. Ich weiß nicht, ob er mir antwortet, weil ich ihn persönlich nicht kenne.... Ich mache das aber dieser Tage!

Der Absturz am Spathi, so wie du das recherchiert hast, macht für mich Sinn.

Viele Grüße
Simon

kokkinos vrachos
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Re: Flugzeugwracks in den Lefka Ori

Beitrag von kokkinos vrachos »

Disno1899 hat geschrieben:
26. Januar 2020, 23:30

Darüber hinaus verunglückte im Februar 1975 eine Transall C-160 der Luftwaffe beim Instrumentenanfluges auf den Flughafen Chania (damals Souda). Die Maschine kollidierte mit dem Malotíra, westlich der Volikas-Schutzhütte. Alle 42 Insassen kamen dabei ums Leben. Die Bundeswehr hat danach gründlich aufgeräumt, so dass außer ein paar Bolzen keine Überreste mehr herumliegen sollten.
Moin und Kalimera, heute vor 45 Jahren am am 9. Februar 1975 stürzte eine Transall C-160 des Lufttransportgeschwaders 63 aus dem schleswig-holsteinischen Hohn auf dem Flug zum Militärflughafen Souda in der Levka Ori zwischen Lakki und Omalos ab. Die Maschine ist in einen Schneesturm geraten. Alle 42 Bundeswehrangehörige kamen ums Leben.
„Nur wo du zu Fuß warst, bist du auch wirklich gewesen.”

J. W. Goethe

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