Lefka Ori mal anders, oder: Round about the White Mountains

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Rheinländer
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Lefka Ori mal anders, oder: Round about the White Mountains

Beitrag von Rheinländer »

Yassou Zusammen,

ich werde im Herbst endlich wieder auf Kreta sein und spätestens dann sollte der Schnee auch abgeschmolzen sein, also: Auf ins Gebirge.

Meine Planungen sehen ein alternatives Routing vor, abseits der ausgetretenen Pfade (wenn man die überhaupt so nennen kann :lol: ), also eine Tour, die weitestgehend mir bekannte Wege vermeidet. Weil diese Wege also von mir noch nicht begangen wurden, möchte ich Eure Meinung und eventuelle Informationen (Quellen, Zuverlässigkeit, Schwierigkeit, Schlüsselstellen...) dazu einholen. Dazu muss ich sagen: Ich bin schon oft solo auf Kreta unterwegs gewesen und sollte mir das Schicksal keinen Wanderpartner zuteilen, wird das wohl auch diesmal so sein.

Da ich zunächst den Osten Kretas bereise, beginnt der Lefka Ori-Teil meines Aufenthalts in Askifou/Ammoudari mit einem Aufstieg über den E4 auf die Niato Ebene am Nachmittag, wo ich übernachten möchte. Nun zu meinem Routing:

Tag 1: Niato - Kako Kastelli - Koutala Seli - E4 bis Livadha, dort Übernachtung im Zelt.
Optionaler Tag, wenn das Wetter hält: Gipfelbesteigungen der nahen Agio Pnevma, Grias Soros, Svourihti
Tag 2: Livadha - Stavrou Seli - Spathi - Volikas - Kambi
Tag 3: Per Anhalter von Kambi nach Zourva - Vrysi-Schlucht - Lakkoi [mit der Möglichkeit, Vorräte wieder aufzufüllen]
Tag 4: Entspannter Tag von Lakkoi zur Kallergi-Hütte
Tag 5: Kallergi - Gingilos-Sattel - Mitato Tzazimou - Kokkinavari-Sattel
Tag 6 c): Kokkinavari-Sattel - Psiristra - Agia Roumeli - Agios Pavlos
Tag 6 b): Kokkinavari-Sattel - Sedoni - Sougia

Ein Kommentar von mir hierzu: Ich halte die Touren 1 und 2 für anspruchsvoll, aber bei guter Sicht auch alleine für machbar. Essenziell ist die Wasserversorgung in Livadha, da mache ich mir allerdings weniger Sorgen. Insbesondere bei Tag 6 habe ich Bedenken, was die Solo-Begehung angeht, da ich bisher noch nie jenseits des Gingilos-Sattel auf der südlichen Seite von Gingilos und Volakias war.

Ich freue mich auf Eure Meinungen!

English Version coming soon.

kokkinos vrachos
Beiträge: 180
Registriert: 5. September 2013, 14:56
Wohnort: Hamburg

Re: Lefka Ori mal anders, oder: Round about the White Mountains

Beitrag von kokkinos vrachos »

Moin und Kalimera Dennis,

Tag 1: Niato - Kako Kastelli - Koutala Seli - E4 bis Livadha, dort Übernachtung im Zelt:

ich bin letzte Woche von Katastromeno Richtung Kako Kastelli ein wenig rumgestöbert. Du brauchst für die Etappe GPS, sonst ist die Wegfindung zu beschwerlich und zeitaufwendig. Wegbeschreibung+GPS: viewtopic.php?f=44&t=300&sid=92b51a3d80 ... f2a5922710

Von Niato bis nach Katastromeno geht es auf der Schotterpiste. Ab der zweiten Zisterne in Katastromeno geht es ein kurzes Stück auf einem Ziegenpfad auf lehmigen Boden. Dann wird es abenteuerlich. Der weitere Verlauf (die Gegend) sieht unüberwindbar aus. Auf der rechten Seite eine größere unüberwindbare Senke, und auf der linken Seite eine wilde und abenteuerliche „Mondlandschaft“. Die Beschaffenheit der Landschaft ist hier einzigartig und wahrscheinlich so nicht noch einmal auf der Insel anzutreffen.
(Fotos folgen noch)

Tag 3: Per Anhalter von Kambi nach Zourva - Vrysi-Schlucht - Lakkoi [mit der Möglichkeit, Vorräte wieder aufzufüllen]

ich hab keine Ahnung wie der aktuelle Zustand der Vrysi-Schlucht (Φαράγγι Βρυσί) nach nach drei heftigen Regenunwettern im Februar und April ist. Da sich ja das Wasser vom Melindaou und den Dörfern Zoúrva und Lákki in der Vrysi-Schlucht sammelt.

Die Nachbarschluchten Boriana-Schlucht, Kidoni-Schlucht und die Sarakina-Schlucht sind schwer betroffen von den Regen-Unwettern und die Wege weggespült. Alle drei Schluchten sind zur Zeit nicht begehbar.

Der Zustand der Vrysi-Schlucht (und der Abzweig nach Zoúrva) würden mich auch sehr interessieren, da ich die Schlucht im Oktober wandern möchte.

Wünsche dir gutes Wetter und schöne Wanderungen, kv
„Nur wo du zu Fuß warst, bist du auch wirklich gewesen.”

J. W. Goethe

Rheinländer
Beiträge: 68
Registriert: 31. August 2015, 17:27

Re: Lefka Ori mal anders, oder: Round about the White Mountains

Beitrag von Rheinländer »

Yassas!

Das Vorhaben steht noch und wird vorbehaltlich des Wetters in den kommenden Tagen angegangen.

Begleitung erwünscht! Wer also auf der Insel ist, ist herzlich eingeladen, sich mir anzuschließen.

Planung:
Sonntag, 15. September: Spätnachmittags von Ammoudari nach Niato und campen an der Katastromeno-Zisterne, wo wir 3-4 Liter Wasser auffüllen (habe ein 2-Mann-Zelt und bin unempfindlich. Wer mag, darf sich mit reinlegen, muss dann aber 500 Gramm an Stangen und Heringen schleppen :D)
Montag, 16. September: Niato - Kako Kastelli - Koutala Seli - Livadha, dort Wasser aus dem Schlauch (hoffentlich)
Dienstag, 17. September: Livadha - (optional Agio Pnevma) - Spathi - Volikas inkl. Quelle - und wenn die Fitness reicht noch runter nach Drakona mit Tavernen-Ausklang im Dounias

Das geht also als geführte Tour durch ;)

Ich freue mich auf weitere Anregung und besonders auf Begleitung

Sto kalo
Dennis

FrankyHollywood
Beiträge: 2
Registriert: 15. September 2019, 11:42

Re: Lefka Ori mal anders, oder: Round about the White Mountains

Beitrag von FrankyHollywood »

Servus kai Giassu Dennis,
ich bin gerade in Sougia - und hier in der Gegend auf Wanderschaft.
Den Kokkinavari tät ich allerdings vom volakiss aus gehen. Ich könnte vom 18. auf 19. von Xiloskalo (Bus ca 8:00h) über Gingkilos (ca 10:30) zum Kokkinavari (ca 13:00) - aber ab Volakias habe ich keine Wegkenntnisse!
Und: Wasserproblem (gestern Sougia -> Dommata und <- 5 Liter benötigt!
Evtl noch Abstieg nach Sedoni (Wasser vom Einsiedler) - ca. 17:00h - aber ganz schöne Plackerei!!
Frank („Hollywood“ in Sougia)

janeric
Beiträge: 5
Registriert: 23. Februar 2016, 14:49

Re: Lefka Ori mal anders, oder: Round about the White Mountains

Beitrag von janeric »

Hallo Dennis,

ich bin letzten Dienstag solo nach einer Übernachtung in der Höhle bei der Linoseli Quelle über das Mitato Tzatzimou und den Rûcken des Kokinavari/Kouvara mit Übernachtung bei Sedoni nach Agia Roumeli gewandert.
Im Vorjahr bin ich - auch nach Übernachtung in der Höhle und alleine (und nach Aufstieg durch die Tripiti-Schlucht) über Giglios und Volakias über den Rücken des Kefala nach Agia Roumeli gewandert.
Ich empfand diese Variante als wesentlich anstrengender, habe auch noch unterwegs nördlich vor dem Gipfel des Kefala übernachtet, der Vorteil ist aber, dass man direkt (in Agia Roumeli) ankommt und nach dem Abstieg nicht noch lange an der Küste entlang muss...

Ich empfand beide Varianten alleine gut machbar, hätte es mich aber ohne den GPS-Track (iPhone mit MapOut-App) so nicht getraut.
Besonders bei der Kefala-Variante gibt es ein paar kleinere Kletterstellen und auf dem Grat ist es teilweise eng (Bäume) und etwas unübersichtlich.

Viele Grüße aus Spili, von wo ich morgen weiter nach Osten in das Ida Gebirge wandern werde...

- Jan

Rheinländer
Beiträge: 68
Registriert: 31. August 2015, 17:27

Re: Lefka Ori mal anders, oder: Round about the White Mountains

Beitrag von Rheinländer »

FrankyHollywood hat geschrieben:
15. September 2019, 17:12
Servus kai Giassu Dennis,
ich bin gerade in Sougia - und hier in der Gegend auf Wanderschaft.
Den Kokkinavari tät ich allerdings vom volakiss aus gehen. Ich könnte vom 18. auf 19. von Xiloskalo (Bus ca 8:00h) über Gingkilos (ca 10:30) zum Kokkinavari (ca 13:00) - aber ab Volakias habe ich keine Wegkenntnisse!
Und: Wasserproblem (gestern Sougia -> Dommata und <- 5 Liter benötigt!
Evtl noch Abstieg nach Sedoni (Wasser vom Einsiedler) - ca. 17:00h - aber ganz schöne Plackerei!!
Frank („Hollywood“ in Sougia)
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Und danke für deine Ruckmeldung, Jan. Ganz tolle Tour und die Anregungen nehme ich gerne mit. Im Gegensatz zu dir bin ich von Ost nach West unterwegs und kann dir zum Psiloritis die Info geben, dass die Analipsi-Quelle auf der Nidha-Ebene nur schwach läuft, dass Wasser im der Fassung aber trinkbar ist. Im Abstieg nach Anogia gibt's auch eine Quelle (etwa 2km südlich von Ag. Yakinthos), die wunderbar sprudelt!

Kalo Dromo
Dennis

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