Markierung E 4 Livada Kastro

The second section across the central White Mountains - crossing a wild and remote area between Livada mitato and the plateau of Niato. The most difficult part is the contouring of Kastro mountain
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brauerbier
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Markierung E 4 Livada Kastro

Beitrag von brauerbier » 20. Oktober 2011, 17:22

Ich bin den Weg von Kallergi über Katsiveli nach Livada, Niato und Askifou Anfang Oktober 2011 zusammen mit einem Freund gegangen. Die Markierungen scheinen tatsächlich im Abschnitt Livada, Kastro, Niato erneuert worden zu sein. Allerdings wohl auf dem umgekehrten Weg, da man die meisten der auf Steine gemalten Markierungen erst wahrnehmen kann, wenn man sie bereits passiert hat. Hier ist Vorsicht geboten und unbedingt ein GPS-Navi mit auf den Weg zu nehmen. Auf der Bergnase vor dem schwarzen Lava-Tal, an der Flanke des Kastro steht die E 4 Stange von der aus man weit im Osten die nächste E 4 Stange erkennen soll. Diese war jedoch umgestürzt. Die Markierung in diesem Bereich des Weges ist sehr schwer wahrzunehmen. Hier unbedingt den Kompass benutzen, da ein Weg in der Tat nicht zu erkennen ist. Wir hatten in der am Fuß der Bergnase liegenden Hochebene unser Biwak gemacht. Es gibt auf Steine gemalte E 4 Markierungen, die den Weg hinunter weisen, allerdings haben wir die Markierung gegenüber der linken Flanke der Bergnase hinauf zur E 4 Stange nicht finden können. Hier weicht der "markierte" bzw. von uns gegangene Weg auch deutlich von dem auf der Anavsi Karte eingezeichneten Weg ab. Das Navi war hier unerlässlich die richtige Richtung und letztendlich auch den Weg wieder zu finden. Auf Grund der Wegbeschreibung hatten wir erwogen in das mit schwarzem Stein bedeckte Tal hinabzusteigen - was wohl ein fataler Fehler geworden wäre. Hilfreich wäre hier in der Wegbeschreibung unbedingt darauf hinzuweisen, dass sich der Weg eben nicht in Richtung dieses Tales fortsetzt, sondern entweder den Berghang links von der Bergnase mit der E 4 Stange die Höhe haltend entlang oder den E 4 Zeichen nach in das Tal hinunter und am Talgrund links den Hang wieder hinauf. Sorry, leider haben wir hier den Kompass nicht genutzt sondern uns vom Navi auf den in der Anavasi Karte eingezeichneten Weg führen lassen. Genauere Richtungsangaben an diesem Punkt als links/rechts, sind mir leider nicht möglich.

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Re: Markierung E 4 Livada Kastro

Beitrag von admin » 21. Oktober 2011, 09:19

Da ich denjenigen, der die Markierungen anbebracht hat, gut kenne :lol: , nehme ich die Anmerkungen einfach mal persönlich, Du verstehst?!? :roll:

Die Markeirungen wurden bis oberhalb des Kastro aus Richtung Livadha angebracht, allerdings immer im Hintergedanken, die andere Richtung gleich mit zu bedienen. Vielleicht hat das ein wenig an Überhang gewonnen.

Die Stelle, in der nach dem ewig langen Stück an dem langgestreckten Berg das Tal durchquert wird, weicht in der Markierung tatsächlich vom Weg in der Anavasi-Karte ab. Die Anavasi-Karte beschreibt einen Bogen um den "Talkessel", vermutlich um Höhenmeter zu sparen, dafür aber sicher keine Zeit. Die Markierung quert den Kessel direkt. Problematisch ist die Stelle tatsächlich, weil man den Fortgang des Weges nur ahnen kann. Problematisch ist sie auch, weil es in der Landschaft nichts gibt, was man markieren könnte. Daher sind da zur Unterstützung Steinmännchen aufgestellt (wenn sie denn noch da sind). Die Wegbeshcreibung hier sollte aber trotzdem verbessert werden, denn wenn sie einen in die falsche Richtung leitet, macht sie definitiv keinen Sinn. Da sollten wir uns auf jeden Fall mal darüber unterhalten.

Mir wäre es wichtig, eine ausführliche Diskussion (ggfs. telefonisch?) zu führen, weil ich da schon zwei Jahre nicht mehr gewesen bin und nächstes Jahr wieder hoch möchte.

Ganz herzlichen Dank schon mal für die Anmerkungen!

Viele Grüße
Simon

brauerbier
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Re: Markierung E 4 Livada Kastro

Beitrag von brauerbier » 22. Oktober 2011, 16:08

Lieber Simon,
ich bitte Dich, das mit den Markierungen nicht persönlich zu nehmen. Es war als Hinweis für die nachfolgenden Wanderer gedacht, denen ich wünschen würde, dass sie sich auf Lefka-Ori.com informieren bevor sie sich auf das Abenteur der Durchquerung der Weißen Berge Kretas einlassen. (Das gilt natürlich auch für alle anderen Wanderungen die Du beschrieben hast.) Dazu kommt, und das mögest Du mir verzeihen, dass der Mensch in seiner Wahrnehmung subjektiv ist. Darüber hinaus habe ich viel zu viel Respekt und Achtung vor der Arbeit die Du in diese Website gesteckt hast und wie Du die detailgenauen Informationen die Du uns gegeben hast, an denen sich jeder professionelle "Wanderführer" ein Beispiel nehmen sollte, zusammengetragen hast. Geradezu bewunderswert ist aber auch die Leistung den Weg überhaupt zu markieren. Also wer immer es geleistet hat: Vielen, vielen herzlichen Dank dafür. Um es also klar zu stellen: Die Markierungen waren sehr gut und außer in dem problematischen Bereich auch gut zu finden. Ich hoffe Du nimmst das so an!

Dass das Ganze kein Sonntagsspaziergang ist und, dass es in diesem Gelände sehr schwierig, anstrengend und zeitraubend sein kann, einmal vom Weg abgekommen, den richtigen Weg wiederzufinden muss wohl nicht gesagt werden. Wir haben uns 2 Tage Zeit gelassen ab Katsiveli mit 18 - 20 Kilo incl. Wasser auf dem Buckel den Weg nach Askifou zu gehen und das war gut so. Den Weg allein zu gehen würde ich jedem abraten. Es gibt ab Livada (Quelle Lagounero) keine Möglichkeit mehr Wasser aufzunehmen; wir hatten ab dem Sattel des Giras Soros teilweise dichten Nebel und leichten Regen, da hat es keinen Spaß mehr gemacht die ausgedehnten Schotterfelder zu queren und die Erdspalte auf dem Sattel nach dem Grias Soros hätten wir bei diesen Wetterbedingungen beinahe übersehen. Nach einer Vollmondnacht in dem Kessel unterhalb der Bergnase am Kastro Massiv ging es dann am nächsten Tag weiter, um auf dem Grat am Abstieg zur Niato Hochebene erneut vom Nebel eingeholt zu werden. Ein Navi halte ich daher für unerlässlich. Und die Verletzungsgefahr: Es gibt dort oben keinen Handyempfang; die Temperaturen lagen in der Nacht um den Gefrierpunkt; der Pachnes und die umliegenden Berge waren am morgen Schneebedeckt. Verletzt dort auszuharren, bis Hilfe geholt ist oder man gefunden wird?? Na ja!

Trotzdem war es ein unvergleichliches Erlebnis sich in dieser abgeschiedenen Bergwelt zu bewegen. Und da hast Du einen entscheidenden Beitrag geleistet. Also auch Dank dafür. Die Besteigung des Pachnes und des Kastro haben wir ausgelassen damit wir die Gelegenheit haben es nachzuholen.

Ich würde mich freuen auch einmal persönlich entweder am Telefon oder per e-Mail mit Dir Kontakt zu haben - nicht nur wegen der vielleicht missverständlichen Passage in der Wegbeschreibung - sondern auch um das, was ich hier versuche öffentlich auszudrücken, Dir mal selbst zu sagen.

Franz

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Re: Markierung E 4 Livada Kastro

Beitrag von admin » 6. Dezember 2011, 10:35

Nun sind also die Korrekturen alle eingearbeitet. Herzlichen Dank, Franz, für die Hinweise. Ich hoffe, die Wegbeschreibung ist nun verständlicher und besser!

Viele Grüße
Simon

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